Politik, ein Männerfeld

Als ich zum ersten Mal wählen durfte und meine Mutter um Rat gefragt habe, meinte sie, wenn ich unentschlossen sei, solle ich doch junge KandidatInnen wählen, bevorzugt Frauen. Auf die Frage hin, warum sie das denn empfehle, meinte sie, dass Frauen generell in der Politik äußerst unterrepräsentiert seien und sich nicht genügend für die Rechte der Frauen eingesetzt wird. Ihren Rat im Hinterkopf haltend, habe ich 2005 schließlich das erste Mal meine Kreuze gemacht.

Faktencheck

Seitdem beschäftigt mich das Thema Gleichstellung und -behandlung von Mann und Frau. Stimmt das, was meine Mutter mir vermitteln wollte? Sind Frauen effektiv unterrepräsentiert?

Sieht man sich die aktuelle Regierung an, so stellt man fest, dass in Luxemburg von insgesamt 13 Ministern lediglich 4 weiblich sind aber 9 jedoch männlich. Dies entspricht einer Quote von 30,77%! Aber auch ein Blick ins Abgeordnetenhaus verdeutlicht die nicht-proportionale Verteilung zwischen Mann und Frau: Hier sind von insgesamt 60 Abgeordneten nur 13  Parlamentarierinnen und stolze 47 Parlamentarier zu finden, oder um es mit Quoten auszudrücken: 21,67% aller Abgeordneten sind weiblich. Graphisch lässt sich die männliche Dominanz bei der Volksvertretung noch plakativer darstellen:

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