Das Ende einer Weltordnung?

Mit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald J. Trump, welcher während des Wahlkampfes mit seinen offenen rassistischen und menschenverachtenden Aussagen mehr als nur polarisiert hat, tritt ein neues Narrativ in den Vordergrund: Protektionismus scheint nicht mehr nur ein Begriff, welcher an Universitäten gelehrt wird, sondern könnte bald wieder wirtschaftliche Realität werden, wenn man denn den Versprechen von Trump Glauben schenken will. Ein weitgehender Rückzug aus der Weltpolitik und militärischer Verpflichtungen, welcher auch für die europäischen Staaten nicht folgenlos bleiben kann, stellt die Weltgemeinschaft vor neue Herausforderungen. Trump’s außenpolitische Aussagen bringen große Verunsicherungen mit sich: Die Ankündigung, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen birgt das Risiko neuer Eskalationen im Nahen Osten. Die angestrebte Neuverhandlung vom iranischen Nuklear-abkommen, eine der größten diplomatischen Errungenschaften, riskiert eine Rückkehr in unsichere Zeiten. Die wiederholte verbalen Angriffe China gegenüber riskieren in einem Handelskrieg zu enden – einem Szenario, vor dem sogar der chinesische Präsident Xi Jiping gewarnt hat. Der engere Schulterschluss und die ungeklärten Verbindungen mit Russland. Die Neuverhandlung von Freihandelsabkommen. Die Abkehr und Infragestellung vom Pariser Klimaschutzabkommen. Die Liste ist lang. Read More