Gastbeitrag: Die europäische Union – und ihr drohender Verfall. Vom Verlust des Gemeinsinnes hin zur Sinnlosigkeit

Das Anwachsen der Sinnlosigkeit im 20. Jahrhundert ist von einer Verkümmerung des Gemeinsinns – des Vermögens auf das was wir uns gewöhnlich verlassen, um uns in der Welt zu orientieren begleitet.
– Vgl. Hannah Arendt: Vom Leben des Geistes.

Der internationale Zusammenschluss der europäischen Union fand seinen Ursprung in gemeinsamen Idealvorstellungen, friedenserhaltenden Konventionen sowie ethischen Werten, Respekt und Toleranz. Dies in steter Begleitung vom Fortschrittsgedanken, zum Einen des friedlichen und sozialen interstaatlichen Bundes, zum Anderen aber auch von der Idee der sich stets weiterentwickelnden und fortschreitenden Menschheit.

Welch ambitionierte Maßstäbe, an welchen sich der EU-Bürger inspirieren soll, nicht wahr? Nun wirkt dieses Idealbild eines fortschrittlichen Europas mittlerweile nahezu wie eine verklärte und romantische Schwärmerei. Leider scheint der Zusammenhalt der europäisch Union heutzutage vor allem durch weitaus passivere Phänomene gestützt zu werden: nämlich durch Gewohnheit und Tradition.

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